Reinraum und Labor Planung: Wie smarte Bauherren die Digitalisierung umsetzen

20. Februar 2018

Mit BIM zu smarten Produktions- und Laborumgebungen

Der Neubau oder die Instandsetzung von Reinräumen und Laboren stellen an alle Beteiligten, vom Nutzer bis hin zum Unternehmer, höchste Anforderungen. Building Information Modeling (BIM) stellt Methoden und Werkzeuge bereit, um die Qualität deutlich zu erhöhen sowie gleichzeitig auch die Effizienz der Zusammenarbeit im Projektteam signifikant zu steigern. Gerade bei Reinräumen und Laboren mit ihrer Technikintensität sind die Möglichkeiten der Digitalisierung zwingend zu nutzen.

Welchen Wert schafft die Digitalisierung?

Mit unserer Spezialisierung auf Reinräume und Labore sind wir bei unseren Kunden regelmässig mit der Frage konfrontiert, mit den Möglichkeiten der Digitalisierung konkreten, messbaren Wert zu schaffen. Aufgrund der hohen Dynamik im Bereich BIM und der noch nicht ausdefinierten Standards (trotz ifc und bcf…) sind die Ausgangslage und Ziele oft unscharf definiert. Wir setzen uns daher zum Start der Projekte dafür ein, Teile unseres Aufwands nach vorne zu schieben und die Anwendung von BIM sowie den Zusammenarbeitsmodus zu klären. Dies scheint oft auf den ersten Blick übertrieben (phasengerechtes Planen), die Aufwände werden aber aufgrund der dadurch höheren Effizienz in kürzester Zeit wieder eingespielt.

Sowohl beim Upgrade von Räumlichkeiten mitsamt der Technik als auch beim kompletten Rück- und Neubau von Reinräumen und Laboren wird eine Optimierung des Layouts und eine bessere Aufteilung des Raumes angestrebt. Oft geht es bei solchen gebäudetechnischen Anlagen und Installationen mit erhöhten Reinheitsanforderungen auch um die Anpassung an die Erfordernisse verschärfter Normen oder an gestiegene Anforderungen der Gesundheitsbehörden. Unter anderem wegen den dadurch sehr hohen Dokumentationsanforderungen ist eine systematische Vorgehensweise bei der Anwendung von BIM zentral.

Reduktion der Medienbrüche im Planungsablauf

Unsere Erfahrung der letzten Jahre weist klar in die Richtung, dass die Möglichkeiten der Digitalisierung häufig noch zu wenig genutzt werden. Zu oft werden Projekte nach dem immer gleichen vorgestrigen Muster abgewickelt. Unzählige Medienbrüche entlang der Phasen (z.B. vom Conceptual zum Basic Design) sowie entlang der einzelnen Beteiligten (z.B. vom Prozess- zum Elektroplaner) führen zu unnötiger Ressourcenverschwendung. Und dies obwohl die notwendigen „Heilmittel“ seit längerem bereit stehen.

Hauptakzent liegt im Mindset, nicht in der Software

Den Hauptakzent, den es zu setzen gilt, sehen wir in der digitalen Zusammenarbeit und weniger in der BIM-Software selbst. Denn 3D-Software, Model-Checker oder digitale Raumbücher (mit 3D-Modell verknüpft) sind bei uns längst im Einsatz. Wirklichen Mehrwert schafft die Software aber erst, wenn wir auch die Arbeitsmethoden erneuern.

Diesem Weg haben wir uns verschrieben. Wir freuen uns darauf mit Ihnen zu diskutieren, welche Vorteile sich für Ihr Projekt ergeben.

Veranstaltungshinweise:

 

Kontakt: Magnus Willers

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