Beste Gebäudetechnik Diplomarbeit 2018: Anergienetz zum Heizen und Kühlen für das Universitätsspital Zürich

18. März 2019 Preisträger T. Zehnder und G. Jeker (mittig)

Preisträger T. Zehnder und G. Jeker (mittig)

Auszeichnung mit dem SWKI-Ausbildungspreis 2018

Jährlich juriert der Schweizerische Verein der Gebäudetechnik Ingenieure SWKI die besten Diplomarbeiten auf Hochschulstufe. Letzten Herbst wurde diese Ehre unserem Gregor Jeker und seinem Kommilitonen Timotheus Zehnder zuteil. In einem von uns begleiteten Praxisprojekt, untersuchten sie die Option der thermischen Energieversorgung des Universitätsspitals Zürich im Kontext der bevorstehenden Arealentwicklung.

Smarte thermische Vernetzung: Anergienetz zum Heizen und Kühlen

Ein Anergienetz kann im Sinne einer dezentralen thermischen Vernetzung gleichzeitig die Wärme- wie auch die Kälteversorgung für ein geeignetes Versorgungsgebiet sicherstellen. In einem modernen Gebäudepark eines Spitalareals kann eine solche Lösung ökologisch und ökonomisch sinnvoll sein, wie das Beispiel des Universitätsspitals Zürich zeigt.

Grundsätzliche Voraussetzungen müssen gegeben sein

Ein Anergienetz zur thermischen Energieversorgung kann eine sinnvolle Lösung sein, wenn:

  • Wärme- und Kältebezüger vorhanden sind und diese geografisch nahe beieinander liegen;
  • hohe Bandlasten vorhanden sind, oft mit gleichzeitigem Wärme- und Kältebezug;
  • die Energiebilanz signifikanten Wärme und Kältebedarf aufweist und idealerweise übers Jahr einigermassen ausgeglichen ist;
  • eine saisonale Speicherung realisierbar ist (z. B. mit Erdsonden) oder eine ganzjährige Quelle oder Senke (je nach Bedarf) nahe der Netztemperatur vorhanden ist;
  • optimale Bedingungen vorliegen, um im Versorgungsperimeter Rohre mit grossem Durchmesser zu realisieren, wobei die Umgebungstemperatur nahe bei der mittleren Netztemperatur liegt (Wegfallen von teurer Dämmung);
  • die Systemtemperaturen der Bezüger so nahe wie möglich an der Netztemperatur liegen (d. h. bei Neubauten oder sanierten Bestandesbauten).


Das gesamterneuerte USZ-Areal erfüllt mehrheitlich diese Voraussetzungen und eignet sich somit grundsätzlich für ein Anergienetz.

SWKI-Ausbildungspreis 2018: Lesen Sie den Fachartikel

Lesen Sie hier den gesamten Artikel aus der Haustech-Ausgabe 1/2019.

Wir bedanken uns bei Gregor für diese tolle Leistung! Ebenfalls freuen wir uns, dass diese Arbeit von Gerhard Treiber, Universitätsspital Zürich, ermöglicht und begleitet wurde, vielen Dank für die Zusammenarbeit!

Nebst vielen Anergie Projekten in der Schweiz für die Swiss Re (Seewasser-Zentrale) oder das Regionalspital Laufenburg (Rheinwasser-Zentrale) wenden wir die Erkenntnisse auch für umfangreiche Arealentwicklungen unseres Chinesischen Kunden China Eagle Group in Shanghai, Yancheng und Caofeidian an.

Wir bleiben für Sie am Thema Anergie-Netze dran!

Kontakt: Gregor Jeker

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