Arealentwicklung SRF: Moderne Gebäudeautomation als Basis für die neue TV Produktionsumgebung

26. Februar 2020 News- und Sport-Gebäude SRF in Zürich

News- und Sport-Gebäude SRF in Zürich

Leistungsfähige Gebäudeautomation als Grundlage für ein zukunftfähiges Areal

Das News- und Sport-Gebäude SRF in Zürich ist seit November 2019 in Betrieb. Es markiert einen grundlegenden Neubeginn, der weit über das Bauliche hinausgeht. Der Neubau und der Masterplan, der ihm zugrunde liegt, bringen das neue Selbstverständnis von SRF als öffentlich-rechtlicher Institution zum Ausdruck. Städtebaulich wandelt sich das SRF Areal Leutschenbach von einer Enklave zu einem offenen Campus mit öffentlichen Nutzungen, die auch der Nachbarschaft zugute kommen.

Gewinnende Architektur von Penzel Valier

Die Architektur ist selbstbewusst und repräsentativ, ohne pompös zu wirken; sie setzt den virtuellen Welten des digitalen Zeitalters eine formal zurückhaltende, daber dezidiert sinnlich-physische Präsenz entgegen. Das Raumprogramm berücksichtigt technologische und gesellschaftliche Umwälzungen der jüngsten Vergangenheit: Der Bau gleicht einer offenen Werkstatt, in der neue Arbeitsformen, Produktionsprozesse, Kommunikationskanäle und digitale Tools in die Praxis umgesetzt werden. Eine Besonderheit auch im internationalen Vergleich ist, dass dies direkt vor den Augen des Publikums geschieht: Die Studios im Erdgeschoss sind von aussen einsehbar, und auch in den Redaktionsbüros gibt es Bereiche, wo man - praktisch direkt vom Arbeitsplatz aus und für alle sichtbar - auf Sendung gehen kann.

Hohe Flexibilität der Gebäudetechnik

Weil ungewiss ist, in welche Richtung und mit welcher Geschwindigkeit sich die Medienwelt in Zukunft weiter verändern wird, erlauben das Tragwerk und die Gebäudetechnik eine hohe Flexibilität für künftige Anpassungen. Nicht zuletzt darin zeigt sich die herausragende Qualität des Neubaus: funktional ist der Bau eine Bühne mit Werkstatt und technisch eine Mulitmediafabrik. Hier werden Aufnahmen von Menschen, bewegte Bilder und auch Töne in digitale Signale umgewandelt. Zur Klimatisierung der Räume und zur Versorgung mit Energie greift man auf CO2-arme Quellen zurück. Die Zukunft kann kommen.

Willers plant Gebäudeautomation

Wir sind sehr stolz, unseren Beitrag zu diesem Projekt geleistet zu haben. Mit der Technikzentrale wurde die Grundlage für eine effiziente und unterhaltsarme Energieversorgung des gesamten Leutschenbach-Areals geschaffen. Kälteseitig verfügt die Technikzentrale über eine Kältemaschinenleistung von 2 x 1'000 kW und eine Freecoolingleistung von 2 x 1'200 kW. Mittels Wärmerückgewinnung wird das Niedertemperaturheizwärmenetz versorgt. 

Hohe Sicherheitsanforderungen und das Ziel maximaler Betriebssicherheit

Zu den Herausforderungen gehörte die Umsetzung der neusten sicherheitstechnischen Vorgaben für die im 5. Untergeschoss mit dem Kältemittel Ammoniak betrieben Anlage sowie das bedarfsgeführte Management der vielfältigen Betriebsarten bei gleichzeitiger Gewährleistung einer maximalen Ausfallsicherheit. Das optimale Management der Betriebsarten Freecooling, Vorkühlen, Wärmerückgewinnung und Kältemaschinenbetrieb ermöglicht bei allen Aussenkonditionen eine maximale Energieeffizenz. Das durchgängig umgesetzte (N+1)-Konzept sorgt für maximale Betriebssicherheit.

Kontakt: Jörg Sigg

Zusatzinformationen
Hier Klicken um das Overlay zu schliessen